zig Ruthen breit; im Hintergrund aber bildet sie ein weitläufigesWasserbecken, wie einen Landsec. Das Becken heißt auch derBinnensee oder Grand Lagen. Die Einfahrt der Bai ist etwasbeschwerlich; aber als Hafen für die Schiffe vortrefflich, diese mögenim langen Arme der Bai oder im Binnensee anlegen. Hart amEingänge des Hafens und neben der Stadt, zusammenhängend mitihr, steht die Veste Amsterdam, mit einigen älter» und neuernSchanzwerken. Die letzter,! befinden sich unmittelbar am Ufer.Die Veste ist einfach und zweckmäßig gebaut, nicht erhöhter, alsdie Stadt selbst. Alle Wohngebäude auf dem Lande, wie in derStadt, find nach niederländischer Art, mit spitzen Giebeldächern,aber doch meistens ansehnlich. — Die Vorstadt Pieter Maystoßt fast an die Ringmauern, zieht sich längs dem Meerufer, einer-seits an den Berg oder Hügel Altena hinauf, anderseits an demWasser entlang, welches als Auszweigung des Binnensees dieHalbinsel von Wilhelmsstadt bildet. Auf dem gegenüberliegendenUfer der Annenbai erblickt man eine zweite Vorstadt, Oversy,Autrebande, Anderseits geheißen. Auch sie ruht am Fußeines Hügels, über welchen die kahlen Gipfel der Driegeb-rödershervorragen. Es find dies drei mäßige Berge, die mit ihren ge-krümmten, nackten Rücken »nd ostwärts steil niedergehenden Ab-hängen, einander sehr gleichend, beisammenliegen.
Gegen Morgen von Curassao steigt die Insel Bonayre ausdem Meer. Sie ist kaum zur Hälfte so groß, als Curassao, undwie diese ohne Bach, trocken, arm an Holz. Die Einwohner, derenGebäude überall zerstreut umherliegen, bauen auf ihren Güternnichts, als Mais. Ehemals waren sie durch Viehzucht, Schifffahrtund Handel ziemlich wohlhabend. Man zählte im Jahr 180V hiergegen dreitausend Einwohner, meistens Weiße. Aber die Volkszahlhat seitdem um zwei Drittheile verloren.
Die Insel Arnba, obgleich etwas kleiner, als Bonayre, ist