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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
Entstehung
Seite
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zu Geschlecht »ererbt, tiefer und tiefer wurzelte, daß sich auch diebesser» Köpfe zuletzt von dieser Befangenheit nie ganz loszuwindenvermögend waren. Was außer dem gewohnten Horizont lag,musste für Jrrthum oder Verbrechen gelten. So entwickelt sichaus ähnlichen Ursachen auch in Mönchsgesellschafte» der abgegrenzteMönchssinn und in kleinen Städten das Spießbürgerthum.

Die Fortschritte des Zeitalters wenig betrachtend, verblieb dervcncdische Senat selbstgefällig beim Men. Sogar den Verbesse-rungen der Schlffsbauknnst und des Heerwesens, die bei andernNationen auffalleyd wurden, folgte er nicht, oder nur langsam undängstlich. Er konnte unmöglich die Uebcrmacht Frankreichs oderOesterreichs verkennen, aber lange auch nicht den alten Stolz ver-gessen, über Angelegenheiten Italiens das Wort zu geben. Erhatte sich in jene unglücklichen Landkriege gemischt, aber sie mitfremden, aus Italien, der Schweiz und Graubünden gcmiethetenoder zusammengerafftcn Soldaten und mit fremden Heerführerngeführt. Schon daß er zu Miethlingcn Zuflucht nehmen mußte,weil er in den eigenen Provinzen nicht Volks henug fand, einHeer zu Lande und die Flotten zugleich damit zu versehen, hätteihn abschrecken sollen, seine Macht auf beiden Elementen zu ver-suchen.

Erst nachdem sich das Patriziat in einer Reihe nachthciligerKriege von der Ohnmacht seiner Mittel überzeugt und seine ent-fernter» Besitzungen eingebüßt hatte, entschloß es sich im furcht-samen Gefühl der Schwäche zur Beibehaltung der staatsthümlichenUnparteisamkeit, und nahm cs die Rolle eines bloßen Zuschauersder Weltbegebenheiten an.

Nur auf sich und auf die Verwaltung des Innern beschränkt,erstarb Neigung und Muth zu großen Werken, weil es dazu anGelegenheiten fehlte. Genuß-Seligkeit, Golddurst und Aemter-sucht wurden die gemeinen Leidenschaften, welche das Gemüth der