Stärke und Gedeihen des Staats auf ihrem Wohlstand, und hin-wieder ihr Wohlstand auf Stärke und Gedeihen des Staats be-ruhe, sie ein natürlicheres und größeres Interesse am Gang derVerwaltung und der öffentlichen Angelegenheiten hätten, als Per-sonen, die weder im Kriege wegen ihrer geringen Zahl, noch imFrieden wegen ihres verhältnißmäßig geringen Eigenthums, demStaate Entscheidendes leisten könnten.
Diese aus der Natur der Gesellschaftsverhältniffe hervorgegangenenUeberzeugungen bewirkten in England, Schweden, Norwegen n. s. w.die Theilnahme des Volkes in den Kammern an der Gesetzgebung;veranlaßte damals die Revolution und den Abfall Nordamerikasvom Mutterlande, das ihm Theilnahme an der Gesetzgebung ver-weigerte; veranlaßte das Emporgehen des dritten Standes und dieRevolution in Frankreich.
In diesem Zeitpunkte befinden wir uns noch. Alle europäischeMonarchen haben dahin gearbeitet, ihre Völker zu diesem Punktevorzuführcn. Sic selbst waren es, welche bei ihren Unterthanengleichere Vertheilung des Eigcnthums, der Einsichtnnd Gesittung beförderten, ja die meisten Klostergütcr wurdenfür diesen Zweck anfgelöset. Mit Reichthum, Kenntniß und Kraftder Nationen (nicht des Adels, nicht des Klerus) wuchsen Glanznnd Stärke der Monarchen.
Der Veronesische Kongreß hat nicht von Allem wieder das Ge-gentheil begehrt. Die Fürsten und Staatsmänner wollten ihreNationen und Throne nicht schwächen. Sie wollten nicht dasWeltalter umkehren, oder es müßte in ihrer Macht liegen, Ein-sicht nnd Eigenthum gesammter Nation in eine einzige Klassevon wenigen Begünstigten und deren Nachkommen zu kon-zentriren.
Sie konnten daher auch nicht, wo mit dem Innern Zustandeder bürgerlichen Gesellschaft die äußere Form in unerträglichem