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und Bedürfnisse. Darum finden wir fie in den verschiedenstenLändern und Welttheilen wieder, und einander in allen Zügenähnlich. Sie find nicht Faktionen, nicht Machwerk einzelnerPersonen, die Anhang suchen. Es gibt keine Faktionen derMenschheit. Churschid Pascha und der spanische Trappisthandelten, wie anderseits Qniroga und VPsilanti, ohne voneinander zu wissen, ohne von geheimen Obern geworben und ge-leitet zu sein. Jede Faktion stirbt mit ihrem Urheber. Parteienlebe», so lange die Meinung und das Bcdürfniß lebt, welches fieerzeugte.
Nachdem Napoleons Gewaltherrschaft gebrochen war, welcherden Europäern, wie Keiner vor ihm, eben so sehr alle Revolutionals alle hcrrschcrische Willkür verhaßt gemacht hatte, erschien derAugenblick, in welchem Gerechtigkeit und Mäßigung allen Nebeln,an denen Europa kränkelt, vorgebcugt haben würde. Von sämmt-liche» Völkern waren, in rührender Begeisterung und mit Unge-heuern Opfern, den Königen die nnverwerflichstcn Beweise treuerLiebe gebracht. Von der andern Seite waren Europens Fürstenans eigenem Antriebe geneigt, die Treue ihrer Unterthanen fürst-lich-groß zu lohnen. Dafür zeugten die Grundsätze des heiligenBundes, dafür die edelhcrzigen Verheißungen des preußischen Mo-narchen , dafür die ersten Aeußerungen Ferdinands Vil. in Spanien,die Charte Ludwigs XVIII., die von den Königen Bayerns, Wür-tembergs und andern deutschen Souveränen gegebenen Verfassungen,in denen fie sich und ihre Völker ehrten.
Da sprang zwischen beide der Parteiengroll.
Denn die frühem Gräuel der Staatsumwälzer hatten Argwohnund rückwirkenden Grimm der leidenschaftlichen Gegner gereizt, underlittene Ungerechtigkeit begehrte Rache, oder Sicherheit gegen neueUnbill. Die triumphirende Partei zitterte sogar vor allzugroßemWohlwollen der Könige gegen die Völker. Erschrocken vor bloßer