Die Völker hinwieder wissen sehr wohl, daß sie des Thronesund des Altars nicht entbehren können. Nur verstehen sie unterThron und Altar nicht Mituntcrthancn, in solchem Uebermaße be-günstigt, daß dieselben den Staat, gleich geborncn Mitherrschern,wie eine Art Gemein-Domäne benutzen, das Volk und oft denFürsten selbst in abhängiger Unmündigkeit bevogten und durch erb-lichen Vortheil zum erblichen Nachtheil der Millionen wer-den können.
Während Fürsten und Völker im Gefühle gegenseitigen Bedürf-nisses fest an einander hängen mochten, werfen fich jene Parteienzwischen beide, und trachten nach Zerreißung der Bande. Wäh-rend die Einen, von Helldunkeln Idealen, ich will nicht sage»von Schlimmer»,, erfüllt, den Nationen das Grnndwescn allerMonarchie verdächtigen wollen, als wohne darin ausschließlich dasUngeheuer der Willkür, welche ans Staatsbürgern willenlose Lcib-nnd Geisteigcnc machen will, um deren Gewerbssteiß zur Füllungder Staatskassen und deren Leiber zum mörderischen Spiel derSchlachten zu haben, — erregen hinwieder die Andern de» Arg-wohn der Könige und Fürsten gegen die Nationen, als wäre dieMehrheit der Volkszahl, vom Fieber der Umwälzungssucht er-griffen, nur günstigen Anlasses zum Aufstande gewärtig; oder alswäre jeder freisinnige Lehrer oder Schriftsteller Volksvcrführer undRevolutionär, jede Gesellschaft und Verbindung eine Verschwörungs-anstalt, und der Aufstand hinter den Pyrenäen, wie in der Türkei,das Werk einer im Finstern wirkenden, aber mächtigen Faktion.
Was die Parteien sündige», das müssen die Völker und ihreFürsten büßen. Daher das Verderben, daher die Unruhen vielerStaaten; daher allgemeine, peinliche Spannung der europäischenMenschheit. .
Jene Parteien sind in der That nichts mehr als Parteien,Ergebnisse der. Zeit und der in ihr sich bestreitenden Meinungen