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zehnten Jahrhunderts. Hier dann ein staatsthümlicher Versuch vanentgegengesetzter Art.
Wer in den Tage» Josephs ». und Friedrichs II. hättesolche Umdrehung aller Völkerloose und staatSmännischcn Grund-sätze erwarten sollen? Wer glauben, daß man jemals in denjenigenNeichen, welche zu den gebildetste» des Wclttheils gehörten, sichraschen Schrittes jenen Staatsmarimcn nähern würde, die bishernur in südlichen Ländern Europens, und nicht zu deren Gedeihenund Ruhm, gegolten hatten? Und daß man sich diesen Marimeneben in der Zeit nähern würde, in welcher jene Südstaaten durchsolche Marimcn zur Revolution vorbereitet und übergeführt waren?—Wer hätte hinwieder glauben sollen, daß Spanien nnd Portugalund Neapel und Meriko nnd Südamerika und Brasilien, wo einstalle Denk- und Lehrfreiheit, alle Glaubens- nnd Preßfreiheit ver-schwunden war, wo Willkür und Knechtschaft grell neben einanderstanden; wo Feudal- und Priesterherrschaft hoch über dem Volkeglänzten, — daß eben diese Länder jemals mit abstrakten Grund-sätzen der Schulweisheit Staatsverfassungen gründen und ausbildenwürden?
Wahrlich, seit der ersten Anbauung Europens ward kein Zeit-alter erlebt, dem unsrigen an widernatürlichen Wagstückcn ähnlich.Ja, ich darf sie widernatürlich heißen, weil sie den ewigen Ord-nungen der Natur widerstreben, welche im Gange des menschlichenGeschlechts weder Niescnsprünge noch Heimkehrungen gestattet; ichdarf sie widernatürlich nennen, weil weder eine auf Papier ge-schriebene Staatsverfassung das unmündige Volk mündig noch irgendein Machtgebot gebildete Völker zur Abstreifung ihrer Ansichten,Neberzcugungcn nnd Wünsche zauberhaft zwingen kann.
Ich nenne die Versuche Wagstücke, weil mir die Politik mitdenselben ihre Sphäre zu überschreiten scheint.
Wer mag die Wirkungen solcher Wagstücke berechnen, welche