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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
301
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Mitleid bewähret werden; wer weiß / sage ich/ waS Gottsolchen Kindern in seinen gcheimnißvollcn Rathschlüsscnfür eine Belohnung aufbchalten habe? Kinder»/ diezwar nichts BöscS gcthan; aber auch nicht/ als Hüttensic etwas Böses gethaii/ gelitten haben. Nicht umsonstwerden von der Kirche diejenigen Kinder/ welche gctödctwurden / als HcrodcS Jesus Christus den Herrn aufsuch-tc/ um ihn töden zu lassen/ zur Ehre der Märtyrer er-hoben/ während dem schmähsüchtigc Mensche»/ welchenmehr darum zu thun ist/ durch ihre GeschwätzigkeitWind zu machen / als derlei Gegenstände mit der crfo-dcrlichcn Anstrengung und Wahrheitsliebe zu untersu-che»/ auch in Hinsicht auf die Schmerzen und Drang-sale der Thiere den Glauben der weniger Gebildeten be-unruhigen durch diese und dergleichen Worte:wie habencS doch die Thiere verdient/ ein so äusserst mühseligesLeben zu ertragen/ oder was haben sic Gutes zu hoffenfür die so großen Mühseligkeiten/ welchen sie sich unter-ziehen müssen?" Doch so reden/ oder so denken sie/weil die allcrungereimtcste Ansicht der Dinge ihnen ei-gen ist; zumal weder das Wesen / noch den Umfang deshöchsten Gutes sie anzuschauen vermögen/ und gleichwohlalle Dinge so haben wollen/ wie sie glauben/ daß dashöchste Gut scyn werde; denn ausser den höchsten Kör-pern am Himmel/ welche der Zerstörung weniger unter-worfen sind/ vermögen sic das höchste Gut nicht zu den-ken/ und deßwcgen verlangen sie gegen die ewige Ord-