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einerseits' von jeder peinlichen Veschwcrniß, so wie vonblinder Unwissenheit andererseits, bcfreycn. Wenn nundie Sache sich so verhält, isi die Unwissenheit und dasUnvermögen der Seelen schon bcym Ursprung ihres Da-scynS nicht so fast eine Strafe der Sünde, sondern viel-mehr, als Sporn zur Sclbstvervollkommnng, Anfang derVollkommenheit selbst. Man halte cs nicht für unbe-deutend, schon vor jedem Verdienste eines guten Werkes,die natürliche Unterscheidungskraft erhalten zu haben,gemäß welcher die Weisheit dem Jrrthum, und dieRuhe der Unruhe dergestalt vorgczogcn wird, daß, wennauch nicht vermittels der Geburt, doch vermittels eige-ner Anstrengung, jeder diese Güter erreichen rann. Wersich aber nicht anstrengen will, wird mit Recht der Sün-de beschuldiget, zumal er keinen guten Gebrauch machtvon einem Vermögen, welches er empfangen hat. Wennauch in Unwissenheit und Schwachheit geboren, wird jader Mensch gleichwohl auf keine Weise gcnöthiget, in derangcborncn Unvollkommenheit zu verharren: ja er könntenicht einmal darinn verharren, wenn der Allmächtigenicht auch solche Seelen geschaffen hätte, die Er schon,bevor sie ihn liebten, hervorgebracht; die liebend Erwieder hcrgcstcllt hat, und geliebt vollkommen macht:Er, welcher, vor ihrem Dascyn da§ Seyn ihnen gege-ben hat, und, wenn sic lieben denjenigen, von welchemsie ihr Seyn haben, auch ein seliges Leben giebt. Soll-ten aber die Seelen auf irgend eine gehcimnißvollc