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XVI.
Gott aber ist Niemand etwas schuldig; Er gicbt allesans lauter Güte. Wollte Jemand sagen/ er sey seinenVerdiensten etwas schuldig/ war er ihm doch gewiß dasDaseyn nicht schuldig; denn er konnte dem/ der nochnicht war / nichts schuldig scyn. Mein selbst das Ver-dienst sollst du auf den beziehe»/ von welchem du dasDaseyn empfangen hast/ und dem/ welchem du deinS-yN/ sollst du auch die höhere Vollkommenheit deinesScynS verdanken. Oder was hast du ihm geliehen/ daßdu als Schuld fodern kannst: so bald du aber dich nichtauf Ihn hinwcndcn wirst/ mangelt Ihm zwar nichts;dir aber mangelt der/ ohne den du nichts bist/ und vonwelchem du dein beschränktes Daseyn unter der Bedin-gung erhalten hast/ daß/ wofern du dich nicht auf Ihnhinwcndest/ und Ihm gebest/ was du von Ihm bist/ duzwar nicht anfhören werdest ein Wesen / jedoch aufhörenwerdest/ ein seliges Wesen zu seyn. Me Dinge also ge-hören Ihm; erstlich: daS Scyn der Dinge / in so weitsie wesentlich sind; zweitens/ jede Vollkommenheit derDinge/ welche sic zufolge der erhaltenen Kräfte erreichensollten. Wegen dem aber/ was er nicht empfangen hat/wird Keiner beschuldiget/ wohl aber mit Recht über daS/was er hätte thun sollen/ und nicht gcthan hat. Jederaber ist dasjenige zu thun schuldig/ wozu er eine» freyenWillen/ und hinlängliche Kräften erhalten hat. Allein