schchen/ nothwendig so geschehen sey/ ist Gottes Vor»auSwisscn Ursache/ daß geschehen müsse/ was' geschehenwird. Und gleichwie dn an Einiges/ wa§ du gcthan hast/dich erinnerst/ ohne dcßwegcn alles' gethan zu habe»/woran dn dich erinnerst: so weiß auch Gott zum vorausalles'/ was Er selbst hervorbringt/ ohne dcßwcgen alleshervorzubringen/ wovon Er zum voraus' weiß/ daß csgeschehen werde. Was aber Gott nicht selbst hcrvorgc-bracht hat/ kann seiner Strafacrechtigkeit ohne Anstandunterliegen. Daraus' magst du eiusehcn/ wie Gott devGerechtigkeit gemäß Sünden straft/ die Er voraus'gcsc-Heu hatte / weil des' VorauSschcnS wegen Er keinen An-thcil an ihnen hat: denn falls Er aus' dem Grunde/ weilEr die Sünden voraus gesehen hat/ Sünder nicht strafendurfte / müßte Er auch Tugendhafte nicht belohnen/da Tugenden von Ihm nicht weniger gewiß voraus ge-sehen werden. Darum laßt uns bekennen/ der Allwissen-heit Gottes könne kein einziges künftiges Ereigniß ver-borgen/ aber auch vor der Gerechtigkeit Gottes' keineSünde ungestraft bleiben: denn durch Gottes VoranS-wiffcn wird die Sünde nicht eine Wirkung der Noth-wcndigkeit/ sondern bleibt stets eine Handlungder Frey heit.
V.
Was aber den dritten Punkt betrift/ wie ncmlich/was' in den Geschöpfe» mit Nothwcnigkeit geschieht/