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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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das' Weltall einer Vollkommenheit/ nicht beden-kend/ daß den vollkommnern Wesen nicht diese Erde/sondern höhere Sphären zur Wohnung angewiesenscycn. - Unvollkommucr sind frcylich die freycn Wesen /welche gesündiget haben / und nehmen dcßhalb auch einenniederer!!/ jedoch den ihnen gebührenden Rang ein. Vondiesen bekehren sich einige; andere verharren in derSünde; die crßcrn sind vollkommner/ als die letzter» ;jedoch sind auch die letzter!! noch vollkommner/ als jeneGeschöpfe/ welche weder Vernunft/ noch Freyhcit haben;also nicht sündigen können/ wie z. B. Thiere und leb-lose Körper/ die gleichwohl bis zum geringfügigstenWesen hinab ihren eigcnthümlichen Werth und ihreSchönheit haben/ so daß die höchste Zweckmäßigkeit unddurchgängigste Ordnung unter allen Geschöpfen vomersten bis zum letzten erkannt/ und Gott also in allerund jeder Beziehung ans das höchste gelobt' und geprie-sen werden muß. Allein um die Vollkommenheit undSchönheit aller Dinge zu erkennen/ muß man dieselbennicht nach den jedesmalige» Bedürfnissen und Gewohn-heiten der Mensche»/ sondern einzig im Lichte der vonder ewigen Wahrheit erleuchteten Vernunft beurthcilcn.Daher ist die gewöhnliche Klage über die ttnbollkom-menheit und Häßlichkeit der Dinge nicht zu achten/sondern weise Männer sollen jene/ die sic führe»/ wienoch unwissende Kinder ertragen / und ihnen liebevoll diewahre Ansicht der Dinge beyzubringen trachten.