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mich schämt der Blindheit. Wer könnte im Zweifel scyn,daß nicht weit vortreflichcr sey dasjenige/ ohne welchesein rechtschaffenes Leben durchaus unmöglich scyn wür-de? Aug. Glaubst du etwa/ der Mensch mit einemAuge könne nicht ein rechtschaffenes Leben führen?Evod. Gott bewahre mich vor solch einer Tollheit.A u g. Wenn du also das Aug eines Körpers für ein Gutanerkennst/ dessen Verlust kein Hinderniß eines recht-schaffenen Lebens ist/ sollte dir der freye Willen als einNichtgnt vorschwcbcn können/ da doch ohne denselbenkein Einziger rechtschaffen zu leben fähig ist? Du wen-dest deine Augen auf die Gerechtigkeit hin/ die freylichNiemand mißbrauchen kann. Diese ist auch, wirklicheines der höchsten Güter / welche im Menschen gefundenwerde»/ wie alle Tugenden/ welche ein rechtschaffenesund sittliches Leben anSzcichnen: denn weder die Klug-heit/ noch die Tapferkeit/ noch auch die Mäßigkeit sinddem Mißbrauche unterworfen/ weil in allen diesen Tu-genden/ so wie auch in der von dir angeführten Gerech-tigkeit auf ächte Weise das Leben der Vernunft/ dieSeele aller Tugenden sich offenbaret/ ein Lebe»/ welcheszu mißbrauchen unmöglich ist.
XIX.
Dieses sind allerdings große Güter: aber du darfstnicht vergessen/ daß nicht nur die große» / sondern auchdie Güter vom allernicdrigstcn Range ausschließlich von