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ob ich einen ganz eigenen, und du auch einen ganz eige-nen Sinn habest. Falls dieses nicht so wäre, könnte ichmit meine» Augen nicht sehen, was du nicht auch sehenwürdest. Evod. Ich gebe ohne Anstand zu, daß unsereSinne, wenn auch der Gattung nach sich ganz gleich,doch individueller Eigcnrhümlichleiten wegen unter sichverschieden sepen, und zwar dergestalt verschieden, baßjeder sein Aug, sein Ohr, und so auch seine übrt,gen Sinne habe. Kann ja der Eine nicht bloS sehen,sondern auch von einigen Menschen etwas hören, warein Anderer nicht hört, Einer durch was immer füreinen Sinn etwas wahrnchmcn, was ein Anderer nichtwahrzunehmcn vermag, woraus ja offenbar cinleuchtet ,Laß, wie ich nur meinen, so du nur deinen durch-fragt, und sie dem Eine» so, dem Andern ander«erscheinen, Bcyden erscheinen sie indessen auf gleicheWeise; doch stumm sind sie dem Einen, redend demAndern. Sie sprechen aber zu Allen; aber nur jeneverstehen, welche die Stimme, die sic von Aussenvernehmen. Innen mit der Wahrheit Zusammenhal-ten. Denn die Wahrheit sagt mir: dein Gott istnicht Himmel und Erde, nicht irgend ein Körper.Ließ spricht ihre Natnr zu jedem, der sic schaut.Denn eine Masse sind sie, und die Masse ist gerin-ger im Thcilc als im Ganzen. Weit besser bist du,— dir sage ich das, meine Seele, — da du dieMasse deines Körpers bewegst, ihm Leben spendend,was kein Körper dem andern spenden kann; deinGott aber ist deines Lebens Leben."
SilbcrtS Ucbersctzung.