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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
Entstehung
Seite
114
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gelegte der Frömmigkeit und Wahrheit gemäß/über ibnzu denken. Indessen wenn du nichts über unsere Ver-nunft erhaben findest/ als was ewig und unwandclbar ist/ wirst du dann dieses Ewige und Unwandel-bare nicht Gott nennen? Du fichst doch/ wie alleKörper wandelbar sind / und wie selbst das Leben/ welchesden Körper beseelt/ der Veränderlichkeit verschiedenerAffekte unterlieget / ja selbst die Vernunft/ von der es ge-wiß ist/ daß sie bald nach Erkenntniß der Wahrheit strebe/bald auch nicht darnach strebe; einigemal die Wahrheiterkenne/ andcremal sie nicht erkenne/ selbst die Ver-nunft/ sage ich/ ist offenbar dem Wechsel und Wandelunterworfen. Sobald die Vernunft daher ohne Beyhülfedes Körpers'/ weil weder vermittels des GctasteS/ oderdes GcschmackeS/ oder des Geruches/ oder des Gehörs'/oder deS Gesichtes'/ noch durch irgend einen andernSinn / welcher ihr untergeordnet ist/ sondern einzigdurch sich selbst etwas' Ewiges' und Unwandelbares er-blicket/ muß sic zugleich auch bekennen/ daß dieses' höhersey/ als sic/ und nicht weniger/ daß eS für sie dasHöchste/also eigentlich Gott sey. E vod. Allerdingsnenne ich jenes Wesen / welches kein höheres über sichhat/ Gott. Aug. Gut: denn itzt habe ich nur noch zuzeigen / daß cS etwas der Art gebe / von dem du beken-nest/ entweder/ daß cs selbst Gott/ oder falls nochetwas über ihm ist/ daß diese s üb er i hm'Seyc n-de / — Gott sey. Gebe es' nun Etwas dieser Art / oder