heit seyen. Daraus' geht aber von selbst hervor/ daß c-SEine Wahrheit gebe/ welche für alle erkennendenWesen dieselbe/ und in alle»/ wenn auch noch soverschiedenen/ weil durch subjektive Eigenthüm-lichkcitcn bestimmten Erkenntnißwcisen / unwan-delbar ist.
Diese identische und unwandelbare Wahrheitist weder unter dem menschlichen Geiste/ noch nebendem menschlichen Geiste/ sondern nothwendig überdem menschlichen Geist und v o llk o m mn c r / als dermenschliche Geist. Sie ist nicht unter dem menschli-chen Geiste: denn nie wird über sic gcurtheilt / wieüber andere dem menschlichen Geiste untergeordnete Din-ge; wohl aber stets nach derselben/ indem ste derunveränderliche Maßstab ist/ an welchem alleDinge gemessen nnd gcwürdiget werden. Sie istnicht neben dem menschlichen Geist: denn dieser ist:s) wandelbar/ bald vollkommener/ bald unvollkom-mener; die Wahrheit aber bleibt stets sich gleich;b) wird Er selbst nach dieser Wahrheit/ sieaber niemals n a ch i h m bcurthcilt. — Sie ist überdem menschlichen Geist/ weil desselben Vollkom-menheit oder Unvollkommenheit/ Tüch-tig k e i t oder U n t ü ch t i g k c i t stets' nach ihr ent-schieden wird; das Maß aber stets über dem Ge-messenen ist. Sic ist vollkominner als dermenschliche Geist/ weil dieser von ihr; sie