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bekämpfende Leidenschaften/ welche den von der Lustbeherrschten Menschen ausserordentlich zerrütten undpeinigen/ dadurch also ihm Nebel zuführcn/ die alle/welche dieselben empfinden / mit Recht trist / zumal sienur Folgen eines bösen Willens' seyn können / welcher/da jeder Mensch einen guten Willen haben könnteund haben sollte/ stets der Strafe würdig ist. Ineinem guten Wille»/ der in nichts Anderem als in ei-nem ausschließlichen Verlangen nach Weis-heit bestehet/ sind die vier Kardinaltugendcn:die Klugheit/ die Mäßigkeit/ die Tapferkeitund die Gerechtigkeit nothwcndig enthalten/ Tu-genden/ welche das Wesen eines rechtschaffenen und sitt-lichen/ und ebcndeßwegen auch eines lobwürdigcn undseligen Lebens ausmachcn/ zumal die Seligkeit nurfreudiger Genuß wahrer und bleibender Güter seyn kann,welche der Gutwillige/ oder der Mensch/ welchereines' guten Willens ist/ ausschließlich besitzet und ge-nießet. Der gute Willen muß aber wohl von gu-ten Wünschen unterschieden werden; die bloß gutenWünsche bleiben thatenloS; der gute Willen offen-bart sich durch ein rechtschaffenes Leben / und erwirbtalso ein Verdienst/ welchem / dem ewigen Gesetzgemäß/ Seligkeit/ alsBelohnung; wie der böseWillen eine Schuld sich zuzieht/ der nur Elend/ alsStrafe gebührt. Daraus crgiebt sich/ warum nichtalle Menschen / welche sich ein seliges Leben wünsche»/