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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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kein Wissen ist; nie also dem Positiven undGegebene»/ als wäre dieses schon ein W i s-seil/ sondern lediglich der vernünftigen An-schauung und Erkenntniß desselben als ei-gcnrlichcm Wissen gehuldiget wird: für erwieseneWahrheiten werden nur solche Folgerungen angese-hen/ die aus evidenten Obersätzen und zwar nachstreng logischer Consequenz nothwendig hervorgehen.

Vorzüglich wird aber / wie ich hoffe / jedem lieb-lich in die Augen leuchten die Ehrfurcht / mit derdie heiligen Schriften betrachtet/ und die göttlichenOffenbarungen allzumal / als so viele absolut gewisse/unveränderliche und allgemein gültige Wahrheitenanerkannt und geachtet werden; eine Ehr-furcht/ die dem tiefsten und scharfsinnigsten Forscherkeineswegs Hindernisse setzt/ sondern vielmehr zumunablässigen Nachdenken ihn spornt/ und den Geistachter Wissenschaft in ihm wecket und unterhaltet,leitet und vollendet. Nicht weniger der Beachtungund der Nachahmung würdig ist aber auch dieheilige Scheu / von welcher erfüllt die menschlicheVernunft/ selbst ans der höchsten Stusse ihrer Ent-Wicklung und Ausbildung, die in Augustin sie er-stiege» hatte/ den Aussprüchen der göttlichen und