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denthums, die einen goldnen Stab in der Hand hielt undauf einem Postament von Porphyr stand, ward vom Sturmumgeworfen, und mau hielt dies allgemein für eine Vorbe-deutung von des Kaisers Tod. Doch Alexius widersprach die-sem. Phidias, sagte er, und andere große Bildhauer desAlterthums hätten die Gabe gehabt, den Menschenleib mitwunderbarer Genauigkeit nachzubilden; doch wenn man ihrenBildern die Gabe der Weissagung beilege, so müsse man ihrenUrhebern die Macht zuschreiben, die sich Gott selbst Vorbehal-ten habe, wenn er spreche: „Ich bin es, der t'odtet und le-bendig macht." In den letzten Tagen wurde der Kaiser sehrvon der Gicht geplagt, deren Wesen den Witz vieler gelehrtenPersonen wie auch den der Anna Comnena beschäftigt hat.Der arme Kranke war so erschöpft, daß, als die Kaiserin voneinigen beredten Männern sprach, die bei der Zusammenstel-lung seiner Geschickte behülflich sein sollten, er mit Verach-tung solcher Eitelkeiten sagte: „Die Abschnitte meines unglück-lichen Lebens verlangen eher Thränen und Klagen, als dieLobeserhebungen, von denen du sprichst."
Eine Art von Engbrüstigkeit gesellte sich zu der Gicht,die Mittel der Aerzte waren so vergeblich, als das Einschreitender Mönche und der Geistlichkeit und die reichen Almosen-spendungen. Zwei oder drei auf einander folgenden Ohnmäch-ten verkündigten den drohenden Schlag, und bald war Lebenund Regierung des Kaisers Alexius Comnenus geendet, einesFürsten, der bei allen seinen Fehlern das Recht hat, derReinheit seiner Absichten wegen den besten Herrschern desoströmischen Reichs zugezählt zu werden.
Für einige Zeit vergaß die Geschichtschreiberin ihrenwissenschaftlichen Beruf, und brach wie ein gewöhnliches Weibin Thränen und Heulen aus, raufte sich das Haar und zer-