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Geschichtschreiber«'» Gerechtigkeit widerfahren zu lassen; wirwollen auch ihren Bericht von dem Tod des Kaisers aus-ziehen, und wir sind nicht abgeneigt, die Schilderung, welcheunser Gibbon von der Prinzessin macht, im Ganzen für rich-tig und wahr anzunehmen.
Ungeachtet ihrer wiederholten Betheuerungen, daß sie mehrder reinen und strengen Wahrheit als dem Andenken ihresverstorbenen Vaters huldige, bemerkt Gibbon richtig, „daß ihrStyl und ihre Darstellungsweise, statt durch Einfachheit zuüberzeugen, überall eine gesuchte Redekunst und die Eitelkeiteiner Schriftstellerin verrathe. Der wahre Zharakter desAlexius bleibt hinter einer trockenen Aufzählung von Tugen-den versteckt, und die ewige Lob- und Nuhmhudelei zwingtuns, nach der Glaubwürdigkeit der Erzählerin und dem Ver-dienst des Helden zu fragen. Wir können jedoch ihre richtigeund wichtige Bemerkung nicht verachten, daß die Verwirrungder Zeit des Alexius Unglück und Ruhm war, und daß jedePlage, die ein sinkendes Reich betrüben kann, durch einStrafgericht des Himmels und durch die Laster seiner Vor-gänger gegen seine Regierung anstürmts." (Gibbon koinsi,Lmpirs V. IX. p. 83.)
Die Prinzessin glaubt also fest, daß die damaligen Wahr-sager in vielen Zeichen am Himmel und auf Erden Vorbe,bedeutungen von des Kaisers Tod erkannte». Auf diese Artlegt Anna Cvmnena ihrem Vater eine Wichtigkeit bei, dienach älteren Schriftstellern großen Männern znkommt, derenScheiden aus der Welt auf die Natur Eindruck macht; abersie verfehlt nicht, den christlichen Leser zu versichern, daß ihrVater auf solche Vorbedeutungen nichts gegeben habe, ja daßer sogar bei folgendem Anlaß ungläubig geblieben sei. Eineschöne Statue, nach allgemeiner Annahme ein Werk des Hei-