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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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Gedäcktniß verschwunden sei. Freilich war es ihm nicht un-bekannt, daß die Ritter des Fürsten Tankreds nicht nur dasHaus, in dem stch Brenhilda befand, sondern auch die Nach-barschaft des BlachernäpaUastes strenge bewacht hielten, damitihrem heldenmüthigen Führer und dem von ihnen hochge-schätzten Grafen Robert nichts Uebles begegnen möchte.

Es war Sitte bei den europäischen Rittern, daß mannach einem offenen Kampfe selten noch Groll nährte, unddaß alles, was vergeben war, auch vergessen wurde; aber beider gegenwärtige» Gelegenheit machte es die große Mengevon Truppen, die man versammelt hatte, den Kreuzfahrernzur Pflicht, auch ihrerseits auf der Hut zu sein.

Man kann es sich leicht denken, daß der Abend vorüberging, ohne daß die Ceremonie mit den Löwen, die so vielUnheil veranlaßt hatten, erneuert wurde. Es wäre in der Thalein Glück gewesen, wenn sich der gewaltige Kaiser von Grie-chenland und der ritterliche Graf von Paris schon früher hät-ten verständigen können. Den Kaiser hatte jetzt die Erfah-rung gelehrt, daß sich die Franken nicht durch Maschinen undSpielzeug zusetzen ließen, und daß die Dinge, von denen sienichts verstanden, stakt ihnen Scheu und Bewunderung ein-zuflößen, nur Argwohn und Zorn bei ihnen erregten; auchdem Grafen Robert war es nicht entgangen, daß die Sittender östlichen Völker anderer Art seien, und daß der Geist deSRitterthums oder, um in seiner Sprache zu reden, der DienstUnserer lieben Frau von den gebrochenen Lanzen bei denGriechen in keiner so hohen Verehrung stände. Auch hatteGraf Robert eingesehen, daß Alepins Comnenus ein weiserund staatskluger Fürst sei, dessen Weisheit vielleicht zu vielmit List vermählt wäre, aber doch immer hinreiche, das Wohlseiner Unterthanen und seine eigene Gewalt mit großem Ge-ll*