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du vergissest, tapferer Centurio, daß diesem Waräger Here-ward oder Erwarb oder wie er heißt eine große Summe Gol-des versprochen ist,"
„Gut, daß du mich daran erinnerst," sagte der Centurio;„wenn du mir sagen wirst, daß das Versprechen erfüllt wor-den fei, so will ich zugebe», daß der Angelsachse etwas er-halten hat, um was man ihn beneiden kann; so lang es aberein bloßes Versprechen ist, mein wackerer Stephanvs, ist esnicht mehr als der Schnee, der voriges Jahr gefallen ist.Darum sei getrost, edler Stephanvs, und glaube nicht, daßunsere Sachen schlimm stehen, weil uns der heutige Tag ent-gegen war; laß deinen Muth nicht sinken, denn die Erfüllungunserer Hoffnung ist nicht aufgehoben sondern nur aufgescho-ben." So vertröstete der Veteran und Meuterer Harpar denniedergeschlagenen Stephanvs auf eine bessere Zukunft.
Hierauf versammelten sich die eingeladencn Gäste bei demKaiser zur Abendmahlzeit, und die allgemeine Fröhlichkeit,welche bei diesem Feste herrschte, ließ nicht vermuthen, welchengefahrvollen Tag sie beschloß.
Die Abwesenheit der Gräfin Brenhilda bei den Vorgän-gen dieses Tags befremdete nicht wenig den Kaiser und alle,die ihren unternehmenden Geist und den Antheil kannten, densie an dem AuSgang des Kampfes nehmen mußte. Berthahatte in der Frühe dem Grafen die Mittheilung gemacht, daßihre Dame, von den Gemülhsbewegungen der vorhergehendenTage erschöpft, nicht im Stande wäre, ihr Zimmer zu ver-lassen. Der tapfere Ritter verlor darum keine Zeit, seine ge-treue Gräfin von seinem Wohlsein zu überzeugen; und alser sich später beim Festmahl im Pallast eingefunden hatte,betrug er sich auf eine Weise, als ob das Andenken an desKaisers früheres hinterlistiges Betragen gänzlich aus seinem