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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
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sein feierlich gegebenes Wort gebunden glaubte, mit diesemtapferen Krieger in den Schranken zu kämpfen. Er bedauerezwar, wenn er die großen Tugenden und die großen Diensteerwäge, die ihm dieser Mann gezeigt und erwiesen habe, daßer sich mit demselben in einen blutigen Kampf einlafsen solle;da indeß nichts so gewöhnlich wäre, als daß der Krieg denFreund dem Freund in mörderischen Schlachten entgegcnstelle,so wolle auch er keinen Anstand nehmen, sein Versprechen zuerfüllen; auch glaube er seinem Stande nichts zu vergeben,wenn er sich mit einem so wohlbekannten und geachtetenKrieger schlage, wie der tapfere Waräger Hereward wäre.Er fügte hinzu, daß er bereit sei, zu Fuß und mit der Streit-axt, der gewöhnlichen Waffe der Waräger, zu kämpfen.

Unbeweglich wie eine Statue hatte Hereward dieser Redegelauscht; aber als der Graf von Paris endete, verbeugte ersich gegen ihn, und drückte ihm für sein männliches Beneh-men in Erfüllung seines Versprechens Dank aus.

Was wir thun sollen," sagte Graf Robert mit einemSeufzer, der seine Kampfeslust nicht unterdrücken konnte,laß uns bald thun; das Herz mag gerührt sein, aber dieHand muß ihre Schuldigkeit thun."

Hereward gab ihm Beifall und bemerkte:Laß uns keineZeit verlieren, denn sie vergeht schnell." Er faßte seine Artund machte sich fertig.

Ich bin ebenfalls fertig," sagte Graf Robert von Paris,der sich mit der Waffe eines an den Schranken stehendenWarägers versehe» hatte. Nun standen beide kampfbereit,und ohne weitere Umstände begann das Gefe-bt.

Die ersten Schläge wurden mit großer Vorsicht geführtund parirt, und dem Fürsten Tankred und anderen schien es,als wenn Graf Robert weit behutsamer wäre als gewöhnlich;