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barkeit, und ich bin bereit, meine Schuld mit dem Leben zubüßen." Ein tiefer Seufzer, einem Schrei zu vergleichen,ward jetzt dicht hinter dem Kaiser gehört, und die Ursachedesselben durch den plötzlichen Ausruf der Kaiserin erklärt:„Herr! Herr! deine Tochter ist hin!" Wirklich lag Anna Com-nena starr und bewußtlos ihrer Mutter in den Armen. DerBaker eilte seinem ohnmächtigen Kind zu Hülfe, und der un-glückliche Gemahl bestrebte sich, seinem Weibe beizustehen.„Laßt mir nur fünf Minuten von dem Leben, das dem Ge-setz verfallen ist — laßt mich behülflich sein, ihr Leben zurückzurufen, daS so lang währen soll, als es ihre Tugenden undTalente verdienen; und dann laßt mich zu ihren Füßen ster-ben, denn ich möchte keinen Schritt weiter gehen."
Der Kaiser, der in der That über die Verwegenheit desNicephorns mehr befremdet als über die Macht desselben be-unruhigt war, betrachtete ihn mehr als einen Mann, der ver-führt war, und andere verführt hatte, und war daher ganzvon dieser Zusammenkunft ergriffen. Uebcrdies war er vonNatur nicht grausam, wenn er Augenzeuge von Grausamkeitensein sollte.
„Der göttliche und unsterbliche Constantin," sagte er, „hatgewiß seine Nachkommen diesem feierlichen Brauch nicht un-terworfen, damit fernere Vertheidignngsgründe eines Ver-brechers aufgefunden werben möchten, sondern damit eineGelegenheit da sei, ein Verbrechen gnädigst zu verzeihen, dasohne ausdrückliche Vergebung von Seiten des Fürsten derStrafe nicht entgehen kann. Es freut mich, daß ich eher vonder Weide als von der Eiche stamme, und ich bekenne meineSchwachheit, daß selbst die Sicherheit meines Lebens undmein Unwille gegen die Vereäkherei dieses Unglücklichen mirnicht so beachtenswerth sind als die Thränen meines Weibes