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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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Kirche zu gehen, und für die Seele des Verstorbenen zu be-ten, statt ihn in den letzten Augenblicken durch eure Klage»zu stören,"

Alexius," sagte die Kaiserin Irene,ich bitte dich, gibdich zufrieden; sei versichert, daß wir dich in dieser blutige»Laune nicht verlassen; du möchtest der Geschichte Stoff geben,der einem Nero angemessener wäre als einem Constantin,"

Der Kaiser ging, ohne Antwort zu geben, nach der Ge-richtshalle voraus, wo ein helleres Lickt als gewöhnlich dieAcheronstreppe erleuchtete, von woher in düsteren Pausen dieBußpsalmen ertönten, die in der griechischen Kirche bei Hin-richtungen gesungen wurden. Zwanzig stumme Sclaven, derenweiße Turbane ihren welken Gesichtern und matten Augenein widriges Ansehen gaben, stiegen paarweise wie aus denEingeweide» der Erde herauf, in der einen Hand einen Säbelund in der anderen eine brennende Fackel haltend. Hinterdiesen kam der unglückliche Nicephorus; er war halb tott vorAngst, und seine ganze Aufmerksamkeit war auf zwei schwarzgekleidete Mönche gerichtet, die ihm abwechselnd erbaulicheStellen aus der griechischen Bibel oder aus den kirchlichenGebeten wiederholten. Seine Kleidung paßte zu seiner ge-genwärtigen traurigen Lage: Arme und Beine waren nackt,und die weiße Tunica, welche den Nacken bloß ließ, zeigte,daß sie ihm zum Sterbeklcid dienen sollte. Ein großer star-ker »»bischer Sclav, der sich offenbar als die Hauptpersondes Zuges betrachtete und auf seiner Schulter ein großesschweres Richtbeil trug, folgte dem Opfer Schritt für Schrittgleich dem Dämon, der einen Zauberer begleitet. Der Zugwurde von vier Priestern, die abwechselnd von Zeit zu ZeitPsalmen anstimmten, die bei solche» Gelegenheiten üblichwaren, und von Sclaven, die mit Köchern, Bogen und Lan-