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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
131
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unglückliche junge Mann als ein Opfer seiner StiefmutterFausta fiel, und daß er es verschmähte, sich gegen eine sogrobe und falsche Beschuldigung zu verthcidigen. Man er-zählt, daß der Zorn des Kaisers gegen seinen Sohn durchdie Anhetzer genährt worden sei, die Constautin zu bemerkengaben, daß der Schuldige verschmähe, um Gnade zu bittenoder sich von einer so gehässigen Beschuldigung zu reinigen.

Doch kaum hatte der Todesstreich den Unschuldigen ge-troffen, als sich der Vater von seiner Uebereilung überzeugte.Er war zu dieser Zeit gerade mit dem Ausbau des unterenTheils des Blachernäpallastes beschäftigt, und wollte ein Denk-mal seines Schmerzes und seiner Reue hinterlassen. Oben ander Acherontreppe ließ er die Gerichtshalle baue». Eine ge-wölbte Thüre in der oberen Wand führte aus dieser Hallenach dem Ort der Pein, wo das Gerichtsbeil und ankereHinrichtungswerkzeuge für vornehme Staatsverbrecher aufbe-wahrt weiden. Ueber dieser Bogenthüre ward ein kleinerMarmoraltar errichtet, über welchen das Bild des unglück-lichen Crispus von Gold aufgestellt ward, mit der merkwür-digen Inschrift: Meinem Sohn, den ich voreilig ver-urtheilte und hinrichten ließ. Als Constautin dieseThüre erbaute, that er das Gelübde, daß er und seine Nach-kommen bei dem Bilde des CriepuS stehen sollten, wenn maneinen von ihrer Familie zu Gericht führe» würde, und daßder Angeklagte nicht eher von der Gerichtshalle nach derKammer des Todes gebracht werden sollte, bis sie sich selbstvon seiner Schuld vollständig überzeugt hätten.

Die Zeit verging Cvnstantin ward fast den Heiligengleich geachtet, und die Achtung, welche man seinem Anden-ken schenkte, machte diese Anekdote vergessen Die Staats-bedürfniffe ließen es nickt zu, eine so große Summe in Gold

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