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dem Mund eines Patriarchen gekört zu werden, da sie wahr-scheinlich eine Reliquie ans dem Heidenlhum sind,"
„Was isi es?" riefen die Frauen eifrig, in der Hoffnung,etwas z» hören, was ihrem Gesuch vortheilhaft wäre, undvielleicht auch ein wenig aus Neugier, die selbst dann nichtin einem weiblichen Busen schlaft, wenn die stärkeren Leiden-schaften erwacht sind,
„Der Patriarch soll's euch sagen," antwortete Alexius,„da ikr darauf besteht; doch, ich verspreche euch, das dummeMährchen soll euch zu nichts nützen "
„Hört es wenigstens," sagte der Patriarch: „denn obgleichcs eine alte Geschichte ist, die man sogar in heidnische Zeitenverlegt hat, so bleibt es gewiß, daß sie von einem Gelübdeeines griechischen Kaisers spricht, das in der Kanzlei des ge-rechte» Gottes ausgezeichnet worden ist. Was ich jetzt erzähle,"fuhr er fort, „ist wirklich nicht nur die Geschichte eines christlichenKaisers, sondern des Kaisers, der das ganze Reich christlich gemachthat, nämlich Constaniins, der zuerst Constantinopel zur Haupt-stadt des Reichs erklärte. Dieser durch seinen Religionseiferund seine Königsthaten ausgezeichnete Held wurde vom Him-mel mit wiederholten Siegen und allen Segensgütern gekrönt,nur fehlte die Einigkeit in seiner Familie, nach welcher weiseMänner so eifrig trachten. Nicht nur war der Segen brü-derlicher Eintracht der Familie dieses siegreichen Kaisers ver-weigert, auch ein verdienstvoller Sohn reiferen Alters, vondem man geglaubt hatte, daß er die Regierung mit seinemVater theilen würde, wurde plötzlich uni Mitternacht vvrge-laden, sich wegen Hochverraths zu vertbeikigen. Ihr werdeteS entschuldigen, wen» ich mich bei den Künsten nicht auf-halte, wodurch man den Sohn als schuldig in den Augen desVaters darzustellen suchte. Es genüge zu sage», daß der