124
alle anderen Nebenabsichten aus den Köpfen dieser kindischenKreuzfahrer zu verbannen/'
I» diesem Augenblick klopfte es an der Thüre des kaiser-lichen Gemachs, und auf das Wort herein zeigte sich derProtospatharius. Er trug eine glänzende allrömische Rüstung.Der Mangel eines Visirs ließ sein Gefickt frei, das bleich undängstlich nickt wohl zu dem kriegerischen Helmschmuck und demnickenden Federbusch paßte. Er empfing den bereits erwähn-ten Auftrag mit wenig Freude, weil ikm der Akvlnthos alsCollege beigeordnet war: denn diese beiden Offiziere waren,wie der Leser bemerkt baben wird, von verschiedener Gesin-nung und keineswegs Freunde. Auch der Akoluthos betrach-tete den Umstand, daß ihm der Protosparharius beigeordnetwurde, weder als ein Zeichen des kaiserlichen Zutiauens, nochals eines seiner eigenen Sicherbeit. Jndeß er befand sich indem Blachernäpallast, wo die Sclaven nickt die geringstenUmstände machten, wenn ihnen befoblcn wurde, irgend einenHvfbeamten hinzurichten. Den beide» Generalen blieb alsokeine andere Wabl übrig, als sich wie zwei Jagdhunde widerWille» an einander koppeln zu lassen. Achilles Tatius tröstetesich mit der Hoffnung, daß nach vollzogenem Auftrag dieVerschwörung ausbrechen würde, da die Laieiner dieselbewünschten und erwartete», oder als ihnen gleichgültig be-trachteten und verachteten.
Dem letzten Befehl des Kaisers gemäß sollten sie aufdas Zeichen der großen Trompete der Waräger aufsitzen, sichan die Spitze der im Hof der Caserne befindlichen angelsäch-sischen Leibwächter stellen, und die ferneren Befehle des Kai-sers erwarten.
In dieser Anordnung lag etwas, was das Gewissen desAchilles Tatius sehr beschwerte, doch wußte er sich seinen Arg-