Sinne seine verhaßte Stimme nur halb zurückriefen, pochtemir nicht das Herz wie das eines gefangenen Vogels, undsoll ich nun wiederum mit einem Manne zusammen kommen,der, mag sein Betragen im Allgemeinen sein, welches es wolle,der Urheber aller meiner unsäglichen Leiden gewesen ist?Nein, Dvuvan! — der bloße Klang s-iner Stimme würdealle Leidenschaften meines Herzens aufregen; und wiewohlmeine Gesinnungen gegen ihn gewiß aufrichtig sind, so wäredoch eine Zusammenkunft weder ihm noch mir räthlich."
„Wenn das deine Meinung ist," versetzte Douban, „sowill ich ibm einfach deine Bedingung miktheilen, die Lu zuhalten beschwören mußt. Ohne dies würde es schwer, wonicht unmöglich sein, den Vertrag nach dem Wunsch beiderTheile zu schließen."
„Amen!" sagte Ursel; „und so aufrichtig ich meinen Ent-schluß bis ans Ende durchzuführen wünsche, so möge mich derHimmel vor wilder Rache, altem Groll und neuem Zwist be-wahren!"
Ein lautes Klopsen an der Thüre des Schlafzimmers ließsich hier vernehmen, und Ursel, der durch gewaltigere Empfin-dungen von seinem Schwindel befreit worden war, ging festenSchritts in das Schlafzimmer, und, nachdem er sich gesetzthatte, erwartete er mit abgewandtem Gesicht Len Eintrittdessen, der Einlaß begehrte, und der kein anderer war alsAlexius Comnenus.
Der Kaiser erschien an der Thüre in einem Kriegeran-zug, wie er einem Fürsten ziemte, der einem Kampf in denSchranken beiwohnen sollte.
„Weiser Douban," sagte er, „hat unser geschätzter Ge-fangener Ursel zwischen unserer Freundschaft und Feindschaftgewählt?"