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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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statteten Klöster verschaffe, die er aus Frömmigkeit oder Ge-wiffensfurcht gestiftet hat. Laßt mich nicht wieder der Gegen-stand seines Argwokms werden, was schrecklicher ist, als derGegenstand seines HaffeS zu sein. Vergessen von der Macht,wie ich das Andenken der Machthaber vergessen habe, laßtmich zu Grabe gehen unbemerkt, ohne Zwang, in Freiheit,im Besitz meines blöden und geschwächten Gesichts und vorAllem i» Frieden."

Wenn das dei» aufrichtiger Wunsch ist, edler Ursel,"sagte der Arzt,so bin ich gewiß, daß dir derselbe vollständiggewährt werden wird. Aber bedenke, daß du heute am Hofalles zu erreichen vermagst, während du morgen, im Fall dichdeine Uneigennützigkeit gereute, vergeblich auf weitere Bedin-gungen dringen würdest."

Ko sei es," sagte Ursel;ich behalte mir also noch eineBedingung vor, die freilich nur für den heutigen Tag gilt.Jcb bitte seine kaiserliche Majestät in aller Oemuth, mir diePein einer persönlichen Unterhandlung zu ersparen, und sichmit der Versicherung zu begnügen, daß ich zu allem bereitbin, was er wünschen mag. indem ich mir nur die angegebeneVersorgung für die Zukunft ausbedinge."

Aber warum scheust du dich," sagte Douban,dem Kai-ser selbst deine Bedingungen mitzutheile», die er doch nursehr gemäßigt finden kann? Ich fürchte, der Kaiser wird aufeiner kurzen Unterredung bestehen."

Zch schäme mich nicht," sagte Ursel,die Wahrheit zugestehen. Wahr ist's, ich habe dem entsagt, was die Schriftweltlichen Stolz nennt; aber der alte Adam lebt immer inuns fort, und führt gegen unser besseres Selbst einen unun-terbrochenen Krieg. Als ich vergangene Nacht der Gegen-wart meines Feindes mir nur halb bewußt war, da mir meine