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dick, zu retten und dich wo möglich zu heilen, über nicht, dirBöses anzuthun. oder dir von andern anthun zu lassen."
„Bewahret mich vor mir selbst," sagte Ursel, „und heiletmich von dem unwiderstehlichen Drang, den ich suhle, michin den Abgrund zu stürzen, an dessen Rand Ihr mich geführthabt."
„Diesen gefährlichen Drang," sagte der Arzt, „verspürenalle, die lange von keiner schwindeligen Hohe hinabgesehenhaben, und sich nun plötzlich auf einer solchen befinden: dieNatur, wiewohl sie gütig ist, verläßt uns in dem Fall, wowir Fähigkeiten, die wir Jahre lang nicht geübt haben, aufeinmal wiedergewinnen. Hier bedarf es eines längeren oderkürzeren Uebergangs. Scheint dir dieser Balcon kein sichererStandpunkt, wenn du dich auf mich und diesen getreuenSclave» stützen kannst?"
„Doch," sagte Ursel; „aber laß mich mein Gesicht gegendie Mauer kehren: denn ich kann nach dem dünnen Draht-geländer nicht sehen, das mich allein von dem Abgrund schei-det." Er meinte ein sechs Fuß hohes und verhällnißmaßigdickes Geländer von Erz. Als Ursel dies sprach, hielt er sichzitternd an dem Arzt, und wiewohl er jünger und kräftigerals dieser war, schleifte er doch seine Füße nach, als wen»sie von Blei wären, bis er die Rvllthüre erreichte, wolelbstein Sitz angebracht war, auf den er sich niederließ. — „Hier,"sagte er, „will ich bleiben."
„Und hier," sagte Douban, „will ich dir auch die Mit-theilungen des Kaisers machen, auf welche du nolhwendig eineAntwort geben mußt. Er stellt es dir frei, Freiheit oderGefangenschaft zu wählen, aber er bedingt sich aus, daß duauf die Rache verzichtest, welche dir der Zufall, wie ich dirnicht verhehlen kann, in die Hand gibt. Du weißt, wie sehr
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