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Glück ihres Gemahls bis zum Ende festzuhalten, und Bittenund Vorstellungen erst dann anzuwenden, wenn ein entschie-dener Entschluß ihres Vaters sie dazu zwingen würde. Hastig,wie die P äne des Alerius gefaßt, und hastig, wie sie vomZufall durchkreuzt wurden, blieb keine geringe Hoffnung, daßer auf die Meinung seiner Gemahlin und seiner Tochter zu-rückzukommen gezwungen sein würde, den schuldigen Nicc-phorus Bricnnius zu begnadigen. Zu seinem Erstaunen undvielleicht nicht sehr zu seinem Vergnügen hörte er, wie derKranke dem Arzt die folgende Charakler,childcrung machte.
„Glaube nickt," sagte Ursel auf die Frage des Arztes,„daß, wiewohl man mich in diese» Kerker begraben, undschlechter als einen Auswurf der Menschheit behandelt hat —und wiewohl ich überdies der theuersten Himmclseabe, meinesGesichtes, beraubt bin — glaube nickt, sage ich, daß ichdarum den Alerius Comnenus für meinen Feind halte, wenngleich seine Grausamkeit diese Leiden über mich verhängt hat:denn sie waren cs, die den armen blinken Gefangenen gelehrthaben, eine Freiheit zu suchen, wie sie die Erde nickt gebenkann, und eine leichtere Aussicht, als sie irgend ein BergPisga diesseits des Grabes bietet; könnte ich also den Kaiserunter meine Feinde rechnen — ihn, der mich die Eitelkeit derirdischen Dinge, die Nichtigkeit zeitlicher Güter und die Hoff-nung einer besseren Welt gelehrt bat? — gewiß nickt!
Der Kaiser war beim Beginnen dieser Rede etwas ver-legen, da sie sich aber so bald zu seinen Gunsten wandte, soNahm er eine Stellung an, worin er halb einer Person glich,die bescheiden auf ihr eigenes Lob hört, halb einem Manne,der von den Lobsprüchen höchst überrascht wird, womit einedler Gegner ihn überhäuft.
„Mein Freund," sagte er laut, „wie richtig käst du meine