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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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stand müssen wir zu begegnen suchen, wiewohl es schwierigist. Darum setzt Euch, liebe gütige Mutter, und du, meinWeib, das die Liebe zu einem unwürdigen Gemahl der Eifer-sucht und Racke vorzvg, setze dich auch, und laßt uns sehen,was wir für Mittel finden, unser beschädigtes Schiff glücklichin den Hafen zu bringen, ohne unsere Pflicht gegen den Kaiser zu verletzen."

Mit vielem Anstand führte er Mutter und Tochter zuihren Sitzen, und nachdem er vertraulich zwischen beieen Platzgenommen hatte, beriethen ste die Maßregeln, die für mor-gen ergriffen werden sollten, um das Leben des Casars zuretten, und zugleich das griechische Reich gegen die Verschwö-rung zu sichern, von der er der Haupturheber gewesen war-Briennius meinte, daß es vielleicht am besten sein würde, dieVerschwörung ihren Gang gehen zu lassen, indem er seinWort gab, daß die Rechte des Kaisers während der Verwir-rung unverletzt bleiben sollten; aber die Kaiserin und ihreTochter wollten ihm kein so großes Vertraue» schenken. Sieverboten ihm, den Pallast zu verlassen, und den geringstenAntheil an den Unordnungen zu nehmen, deren Ausbruch aufmorgen bestimmt war.

Ihr vergeht, edle Damen," sagte der Cäsar,daß ichbei meiner Ekre verpflichtet bin, mit dem Grafen von Pariszu kämpfen."

Ei was! schwatze mir da von Ehre, Briennius," sagteAnita Comnena;weiß ich etwa nicht, daß diese E>re, dieserfleischfressende und bluttrinkende Götze der abendländischenKrieger, wiewohl er in der Halle lärmt und brüllt, weit we-niger unversöhnlich auf dem Kampfplatz ist? Ich habe dirnicht darum große Beleidigungen verziehen, um mich mit einersolchen falschen Münze, wie Ehre ist, bezahlen zu lassen. Du