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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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rus Briennius stand halb angekleidet nnd mit gezogenemSchwerte da.

Die Prinzessin, die ihn als einen Feind ansah, that einenängstliche» Schrei, als sie ihn so nah »nd mit einer Waffein der Hand erblickte.

Faffe dich." sagte die Kaiserin,oder dieser unglücklicheMann wird das Opfer deiner Furcht, wenn nicht deiner Rache."

Diese Rede schien Nicephorus als sei» Sticbwort zu be-trachten: er senkte sei» Schwert, fiel auf die Knie, und rangdie Hände, um von der Prinzessin Verzeihung zu erstehen.

Was verlangst du von mir?" sagte seine Gemahlin,welche bei seiner demüthigen Haltung ihre Fassung natürlichwieder gewonnen hattewas kannst du von mir verlangen,wen» beleidigte Dankbarkeit, betrogene Liebe, gebrocheneSchwüre und zerrissene Liebesbande dich vor Scham verstum-men lassen?"

Glaube nicht, Anna," versetzte der Flehende,daß ickin diesem wichtigen Augenblicke den Heuchler spielen möchte,um den elenden Rest eines geschändeten Lebens zu retten.Ich wünsche nur, versöhnt von dir zu scheiden, meinen Friedenmit dem Himmel zu machen, und die Hoffnung zu gewinnen,daß mich, wiewohl mich manches Verbrechen belastet, meinenWeg zu jenen Gefilden finden möge, wo ich deine Schönheitund deine Gaben allein wieder antreffen kann."

Hörst du, Tochter?" sagte Irene;er will nur Verzei-hung; desto gottähnlicher kannst du handeln, da du zu derVergebung seiner Fehler die Gewährung seines Lebens fügenkannst."

Ihr irrt, Mutter," antwortete Anna-Mir steht esnicht zu, ihm seine Schuld zu verzeihen, noch weniger, ihmseine Strafe zu erlassen. Ihr habt mich gelehrt, so zu sein.