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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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sein; noch mehr aber war sie darüber betroffen, daß ihre Mut-ter es für gewiß annahm, daß sie dem Cäsar bereits einennoch ungewissen, jedenfalls aber unwürdigen Nachfolger be-stimmt habe. Was sie auch veranlaßt haben mochte, Here-ward den Vorzug zu geben, diese Wahl erschien ihr jetzt ineinem gehässigen Licht, zumal da Frauen, was wobl zu be-merken ist, ihre ersten Empfindungen zu Gunsten eines Frei-ers immer gern verhehlen, und sie nur dann offenbaren, wennZeit und Umstände dazu einladen. Voll Eifer rief sie alsoden Himmel zum Zeugen, um den Vorwurf von sich zu weisen.

Unsere liebe Frau, die Königin des Himmels, bezeugemir" sagte sie;die Heiligen und Märtyrer und alle se-ligen Geister, die mehr, als wir es selbst thun, unsere Her-zensreinheit bewahren, sollen mir bezeugen, daß ich keine Nei-gung kenne, die ich nicht eingesiehen darf, und daß, wenn desNicephorus Leben bei Gott und Menschen von mir abhinge,ich mit Verachtung alles Unrechts, das er mir gethan hat,ihm ein so langes Leben gönnen würde, wie es jener MannGottes lebte, der, ohne den Stachel des Todes zu fühlen, vonder Erde weggenommen ward!"

Du hast kühn geschworen," sagte die Kaiserin.Siehzu, Anna Comnena, daß du dein Wort hältst: denn es bindetdich."

Wie so bindet es mich, Mutter?" sagte die Prinzessin;kann ich dem Cäsar, der meiner Macht nicht unterworfenist, das Urlheil sprechen?"

Ich will dir's zeigen," sagte die Kaiserin ernst; und,nachdem sie die Prinzessin zu einem Kleidercabinet geführthalte, das von einer Vertiefung der Wand gebildet war, zogsie den Vorhang davon weg, und der unglückliche Nicepho»