war, wiewohl es ihn nicht kümmerte, ob sie es darum wäre,weil sie sich in seinen Armen befände, oder darum, weil diebeiden Mädchen Zeugen dieses Auftritts wurden; er stieg alsozu den düsteren Gewölben hinunter, seine nie fehlende, dop-pelt geschliffene, manchem Türken verderbliche Streitart aufder Schulter tragend.
Astarte und ihre Begleiterin waren von der KaiserinIrene abgeschickt worden, um Anna Cvmnena in allen Ge-mächern zu suchen, in denen sie sich gewöhnlich aufhielt. DiePrinzessin war nirgends zu finden, und doch war die Angele-genheit, um derentwillen sie die Kaiserin suchen ließ, sehrdringend. Da aber in einem Pallast nichts ganz unbemerktgeschieht, so erfuhren die Botinnen der Kaiserin endlich, daßman ihre Herrin und den Kaiser zu den düsteren Kerkern hin-untersteigen gesehen hätte, die man mit Anspielung ans die heid-nische Unterwelt die Tiefe des Acheron nannte. Sie kamenalso hierher, und wir haben bereits erzählt, was weiter ge-schah. Hereward glaubte sagen zu müssen, daß die Prinzessin,als sie an die obere Luft gekommen, ohnmächtig gewordenwäre. Anna Cvmnena ihrerseits trennte sich schnell von ihrenjungen Dienerinnen, und erklärte sich bereit, nach dem Gemachihrer Mutter zu gehen. Die Verbeugung, die sie beim Weg-gehen gegen Hereward machte, war etwas hochfahrend, doch voneinem freundlichen Blick der Achtung gemildert. Als sie durchein Gemach kam, in welchem verschiedene kaiserliche Sclavenwartete», wandte sie sich an einen derselben, einen ehrwürdi-gen arzneigelehrten Alten, und befahl ihm, sich mit seinemSäbel zu dem Kaiser zu verfügen, den er unten an der Ache-ronstreppe finden würde. Wie gewöhnlich war es höre» ge-horchen, und Douban, so hieß der Alte, kündigte durch dieseWorte seine unverzügliche Bereitwilligkeit an. Anna Cvmnena