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nena; „wie könnt Ihr einem Manne trauen, der Eure Grau-samkeit gefühlt hat? — Wie könnt Ihr wähnen, Laß Euchirgend etwas wirklich mit einem Manne versöhnen könne,den Ihr des Augenlichtes beraubt habt?"
„Sei unbesorgt," sagte Alexius; „er soll mein werden,oder er soll nie mehr erfahren, was es ist, sich selbst ange-hören. — Und du bleibe davon überzeugt, daß du, wenn iches will, morgen die Braut meines jetzigen Gefangenen bist,oder dich in das strengste Kloster zurückziehst, um nie mehrin der Welt zu erscheinen. Darum schweige, und füge dichin dein Schicksal, wie es auch kommen mag, und hoffe nicht.Laß du durch deine Bemühungen feinen Lauf hemmen kannst.
Als er dies sonderbare Gespräch beendigt hatte, das sei-ner Tochter so ungewöhnlich vorkam, daß sie zitterte, ging erdurch mehr als eine verschlossene Thüre, während seine Toch-ter wankenden Schrittes den dunklen Weg erleuchtete. End-lich erreichte er durch einen anderen Gang die Zelle, in wel-cher Ursel saß; er fand ihn in hoffnungsloser Trübml: alleHoffnung, die der Graf von Paris auf einige Zeit in ihmerweckt hatte, war wieder verwelkt. Er kehrte sein augenlosesGesicht nach der Gegend, woher sich das Knarren der Riegelund der Schall von Tritten vernehmen ließen.
„Ein neues Gesicht in meinem Kerker," sagte er — „einMann kommt mit schwerem und entschiedenem Tritt und einWeib oder ein Kind, das kaum den Boden berührt! — Bringtihr mir den Tod? — O, glaubt mir, ich habe lange genugin diesem Kerker gelebt, um Len Tod willkommen zu heißen."
„Man will nicht deinen Tod, edler Ursel," sagte derKaiser mit etwas verstellter Stimme. „Leben, Freiheit, alles,was die Welt geben kann, legt Kaiser Alexius seinem edlenFeinde zu Füßen mit der festen Zuversicht, daß Jahre des
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