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Schlange an meiner Brust wärmen will, deren Stich michfast getödtet hat. Nein, Tochter, ich habe dir zum Gemahleinen Mann ausersehen, der im Stande ist, die Rechte desKaisers, deines Vaters, zu vertheidigen; — und hüte dich,meinem Willen Trotz bieten zu wollen! — Betrachte dieserauhen Marniorwände, und bcdenke, daß es eben so möglichist, zwischen Marmorwänden zu sterben, wie daselbst geborenzu werden."
Die Prinzessin Anna Cvmnena war erschrocken, ihrenVater in einer Gemütbssiimmung zu sehen, die sie nie anihm gekannt hatte. „O Himmel! wäre doch meine Mutterhier!" schluchzte sie in der Angst vor etwas, das sie schwerlichselber wußte.
„Anna," sagte der Kaiser, „deine Angst und deine Klagesind vergebens. Ich gehöre zu denen, die bei gewöhnlichenAnlässen keinen eigenen Wunsch hegen, und ich bin dankbargegen diejenigen, welche mir, wie mein Weib und meineTochter tbun, die Mühe der Wahl ersparen. Doch wenn sichdas Schiff zwischen Klippen befindet, und der Meiner dasSteuer fassen muß, dann soll mir keine geringere Hand da-zwischen kommen, auch soll weder mein Weib noch meineTochter, denen ich im Glück alles zugestehe, dann meinenWillen durchkreuzen. Es wird dir nicht entgangen sein, daßich fast im Begriff war, dich als ein Zechen meiner Aufrich-tigkeit jenem schlichten Waräger zu geben, ohne nach Stammund Geburt zu fragen. Du magst es hören, wenn ich dichnun bald an einen Bewohner dieses Gefängnisses verspreche,der Cäsar sein soll an des Briennius Statt, wenn er einefürstliche Braut und eine kaiserliche Thronfolge gegen einenschlechte» Kerker zu vertauschen nicht abgeneigt ist."
„Ich zittere bei Euren Worten, Vater," sagte Anna Com-