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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
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Folge mir denn, Tochter," sagte der Kaiser,und wisse,daß icd dir jetzt ein Geheimniß anvertranen will, von demmein Leben und meine Krone abhängt, wie denn auch dasLebe» meines Schwiegersohns davon abhängen wird."

Er legte hierauf die Kleidung eines Sclaven des Pal-lastes an, und befahl seiner Tochter, auch ihre Kleider mehraufzuschürzen, und eine brennende Lampe in die Hand zunehmen.

Wohin gehen wir, mein Vater?" sagte Anna Comncna.

Das kümmere dich nicht," versetzte ihr Vater,meinSchicksal ruft mich, und das deinige will, daß du mir dieLeuchte tragest. Glaube es, und erzähle es, wenn du dasHerz dazu hast, in deinem Buche, daß Alerius Comnenus nichtohne Furcht in diese schrecklichen Kerker hinunterstieg, dieseine Vorgänger für Menschen gebaut hatten, obgleich seineAbsichten unschuldig und gut gemeint waren. Schweige, undsollten wir einem Bewohner dieser unterirdischen Kerker be-gegnen, sprich kein Wort, und gib auf seine Erscheinung nichtAcht."

Nachdem ste ein Labyrinth von Gemächern durchschrittenchatten, gelangten ste in die große Halle, durch welche Here-ward gekommen war, als er zum erstenmal der Vorlesungder Prinzessin im Musentempel beiwohnte. Sie war, wiewir gemeldet haben, von schwarzem Marmor, und schwachbeleuchtet. An dem oberen Ende stand ein kleiner Altar, aufdem Räucherwerk lag, während man oben durch den Rauchundeutlich zwei Menschenarme bemerkte, die aus der Wandherauszudringen schienen.

An dem unteren Ende dieser Halle führte eine kleineEisenthüre zu einer einem Ziehbrunnen ähnlichen Wendel-treppe, deren Stufen außerordentlich steil waren, und die der