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stimmen, indem sie ihren eigenen Begriffen von Recht undUnrecht folgen, oder vielmehr dem, was wir dafür halten.Die heidnischen Griechen, wegen ihrer Weisheit und ihrerruhmreichen Thaten berühmt, stellten den gewöhnlichen Men-schen den erdichteten Jupiter und sein Pantheon hin, wo ver-schiedene Gottheiten über verschiedene Tugenden und Lasterwalteten, und das zeitliche und zukünftige Schicksal ihrer Ver-ehrer lenkten. Die Gelekrteren und Weiseren unter den Altenverwarfen diese Vorstellungen des Volks, und wiewohl sieäußerlich dem Volksglauben zugethan schienen, so läugnetensie doch vor ihren Schülern den Tartarus und Olympus alsgrobe Erdichtungen, das Dasein der Götter als leere Lügeund die Unsterblichkeit sowohl des Leibes als der Seele.Einige dieser weisen und tugendhaften Männer gaben zwardas Dasein dieser Götter zu, behaupteten aber, daß sich dieGötter so wenig um dis Handlungen der Menschen kümmer-ten wie um die der Thiers. Sie schrieben diesen Göttern einheiteres, frohes, sorgenfreies Leben zu, wie es die SchülerCpikur's für sich selber wünschten. Andere, die kühner undfolgerichtiger schlossen, läugneten gänzlich das Dasein der Göt-ter als zwecklos, und behaupteten, daß übernatürliche Wesen,deren Dasein und Eigenschaften uns nicht durch übernatür-liche Erscheinungen bewiesen würden, gar keine Wirklichkeithätten."
„Genug, Tropf!" sagte die Gräfin, „wisse, daß du nichtzu blinden Heiken sprichst, deren abscheulichen Lehren du diesalles entnommen hast. Bin ich auch eine sündhafte, so binich doch eine getreue Tochter der Kirche, und das Kreuz aufmeiner Schulter bezeugt das Gelübde, das ick der Kirche ge-than habe. Sei darum so vorsichtig, als du hinterlistig bist:denn, glaube mir, wenn du was gegen meine heilige Religion