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Mit diesen Gedanken wandte er sich nach dem Pallastdes Patriarchen Zvsimus, dem er sich ungescheut anvertrauenkonnte, da derselbe längst in Agelastes einen Feind der Kircheund einen Anhänger der alten Lehren des Heidenthums er-blickt hatte. Auch in dem Staatsrath waren sich beide immerentgegen, lind der Kaiser zweifelte nicht, daß er in dem Pa-triarchen eine» redlichen und standhaften Vertheidiger findenwürde, wenn er ihm das Gcheimniß der Verschwörung mit-theilte. Durch ein leises Pfeifen gab er also ein Zeichen, undein wohlberittener vertrauter Offizier nahte sich, der ihn aufseinem Ritt heimlich und aus der Ferne begleitete.
Auf diese Art verfügte sich Alerius Comneuus nach demPallast des Patriarchen mit so viel Eile, als er anwendenkonnte, ohne Aufsehen in den Straßen zu erregen. Auf demganzen Wege kam ihm die Warnung des Agelastes nicht ausdem Kopf, und sein Gewissen erinnerte ihn nur an zu vielHandlungen, die nur Lurch die Nothwendigkeit (die man deSTvrannen Ausflucht nennt) zu entschuldigen waren, und diefür sich allein die lang aufgefchvbene harte Strafe verdienten.
Als er die prächtigen Thürme, welche die Vorderseitedes Patriarchenpallastes zierten, erreicht hatte, wandte er sichvon den hohen Thoren seitwärts, und verfügte sich in einenengen Hof, wo er sein Maulthier seinem Begleiter gab, undvor einem Thürchen siillhielt, dessen niedriger Bogen undeinfacher Architrav dem Orte keine große Bedeutung zulegte.Auf sein Klopfen öffnete ein geringer Priester die Thür, undempfing den Kaiser, fobalo sich derselbe zu erkennen gegebenhatte, mit einer tiefen Verbeugung und führte ihn in denPallast. Nachdem Alerius eine geheime Unterredung mit demPatriarchen begehrt hatte, wurde er in die Privatbibliothekqesselben geführt, wo ihn dieser betagte Priester mit den