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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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Bohemund! Schande über uns/ wenn wir einem so tapfe-ren Ritter und einer so liebreizenden'Dame nicht zu Hülfeeilen, da wir es thu» können, ohne unser Gelübde zu brechen."

Die Frage," sagte Gottfried,scheint mir eher umgan-gen als gelöst; doch haben die gelehrtesten und bedächtigstenCasuisten dergleichen Umgehungen für zuläßlich erklärt; auchzögere ich nicht mehr, Bohemunds Rath zu befolgen, alswenn der Feind unsere Nachhut angegriffen chätte, was unse-ren Rückmarsch ebenfalls nothwendig gemacht haben würde."

Einige Mitglieder des Raths, namentlich geistliche, hiel-ten dafür, Laß das Gelübde der Kreuzfahrer buchstäblich ge-halten werden müsse. Aber Peter der Einsiedler, der einenPlatz im Rath hatte, und großes Gewicht besaß, äußerte dieMeinung, daß die strenge Ausführung des Gelübdes dieKreuzfahrer schwächen müßte, sie sei also ungesetzlich, undman sollte nicht auf dem buchstäblichen Sinn bestehen, wennein guter Ausweg vorhanden sei.

Er selbst bot sich an, auf seinem Thier, d. h. auf seinemEsel, rückwärts reiten zu wollen, und wiewohl er von diesemVorhaben durch die Vorstellungen Gottfrieds von Bouillonabgebracht ward, der sich dadurch bei den Heiden lächerlich zumachen fürchtete, so setzte er doch mit seinen Gründen so vieldurch, daß sich die Ritter lebhaft um. die Ehre stritten, andem Zuge nach Constantinopel Theil zu nehmen, dem Kampfeheizuwvhnen, und den tapferen Grafen von Paris, an dessenSiege Niemand zweifelte, nebst seiner heldenmüthigen Gattinins Lager zurückzubringen.

Diesem Wetteifer wurde ebenfalls ein Ende gemacht durchGottfried von Bouillon, der selbst die fünfzig Ritter aus-wählte, die das Häuflein bilden sollten. Sie wurden aus denverschiedenen Völkern genommen, sund der Befehl über sie

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