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Gottfried hielt den Kopf auf die Hand gestützt und schienin großer Verlegenheit. Mit den Griechen zu brechen, schienihm, nachdem er zur Erhaltung des Friedens so manche Be-leidigung erduldet hatte, sehr unpolitisch und ein Verscherzenalles dessen, was er durch lange Nachsicht gegen Alexius Cvm-nenus gewonnen hatte. Auf der anderen Seite war er alsEhrenmann verbunden, das Unrecht zu rügen, das man demGrafen Robert von Paris zugefügt hatte, der wegen seinesritterlichen Charakters der Liebling des ganzen Heeres war.Ueberdies war eine schone und tapfere Dame in der Sachebetheiligt; jeder Ritter im Heere würde sich vermöge seinesGelübdes für verpflichtet geachtet haben, zu ihrer Vertheidi-gung herbeizueilen. Als Gottfried sprach, beklagte er dieSchwierigkeit und die Kürze der Zeit, welche eine Entschlie-ßung in dieser Sache finde.
„Der Herr Herzog erlaube mir," sagte Tankred, „ich binRitter gewesen, ehe ich Kreuzfahrer wurde, uno habe die Ge-lübde der Ritterschaft abgelegt, ehe ich daS heilige Zeichenauf die Schulter nahm; das frühere Gelübde muß zuerst er-füllt werden. Ich will dafür Buße thun, wenn ich für einigeZeit die Pflichten des zweiten Gelübdes vernachlässige, wäh-rend ich die erste der Ritte, pflichten erfülle, indem ich einehülfsbedürfkige Dame ans den Händen von Leuten rette, diewegen ibres Betragens gegen sie und gegen dies Heer mitvollem Recht verrätberische Schurken genannt werden müssen."
„Wenn mein Vetter Tankred." sagte Boliemund, „seinerHeftigkeit gebieten will, und ihr, Herren, auf meinen Rathhören wollt, wie ihr bisweilen schon gethan habt, so kann icheuch ein Mittel angcben, wie ihr euren Eid halten, und dochunseren bedrängten Mitpilgern zu Hülfe kommen könnt- —Ich sehe, daß man mir einige argwöhnische Blicke zuwirft,Graf Robert >ir. 3