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Bertha fuhr in ihrem Vortrag weiter fort, und nachdemsie die jüngsten Ereignisse in der Kürze erzählt hatte, schloßsie also: „Ter Kampf soll morgen, zwei Stunden nach Tages-anbruch, statt finden, und der Graf ersucht den Herzog vonBouillon, zu erlauben, daß an fünfzig Lanzen dem Kampfebeiwohnen, damit die Ehrlichkeit desselben, die sonst von demGegner gefährdet werden dürfte, unangefochten bleiben möge.Wenn irgend ein junger und tapferer Ritter aus freien Stückendem Kampfe Zusehen will, so wird es sich der Graf zur Ehrerechnen; doch aber wünscht er, daß ein solcher Ritter denBewaffneten zugezählt werde, welche die Schranken bewachensollen, und daß das Ganze auf fünfzig Lanzen beschränktbleibe: denn diese Zahl sei zum Schutz des Kampfes hinrei-chend, während ein größerer Haufe bei den Griechen Argwohnerregen, und die kaum gestiftete Ruhe von neuem störenkönnte."
Kaum hatte Bertha ihren Vortrag mit einer tiefen Ver-beugung gegen die Versammlung beschlossen, als sich ein all-gemeines Flüstern vernehmen ließ, das bald lauter und leb-hafter wurde.
Das feierliche Gelübde der Kreuzfahrer, auf ihrem Wegnach Palästina, nun, da sie Hand ans Werk gelegt hatten,nicht umzukehren, wurde von einigen älteren Rittern desRaths und von ein paar großen Prälaten, die damals ande» Verhandlungen Theil nahmen, eifrig verfochten. Diejungen Ritter hingegen wurden mit Unwillen erfüllt über dieArt, wie man ihren Genossen in die Falle gelockt hatte, undwenige wollten in einem Lande von einem Zweikampf zurückbleiben, der hier ein seltenes Schauspiel war, und ganz inder Nähe stattfand.