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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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mißhandelt werden sollte, so wird Gottfried von Bouillonganz gewiß dies Unrecht streng ahnden."

Nun, Camerad," sagte Polydor,wenn das so ist, sowill ich selbst das junge Weib in aller Ehre und Sicherheitzu Herr» Gottfrieds Zelt bringen."

Die Fürsten," sagte Ernst,müssen sich bald zu Rathdaselbst versammeln. Was ich gesagt habe, dafür stehe ichmit Leib und Leben. Ich konnte mehr muthmaßen, aber dieseverständige Dirne kann wohl für sich selbst reden."

Nun, Gott segne dich, wackerer Knappe," sagte Bertha,und mache dich gleich tapfer und glücklich! Macht euch wei-ter keine Mühe wegen meiner, nur laßt mich sicher zu euremAnführer gelangen!"

Wir verlieren Zeit," sagte Ernst, vom Pferde springend.Du bist keine verzärtelte Morgenländerin, schöne Dirne, undich hoffe, daß es dir nicht schwer fällt, ein gutes Roß zulenken?"

Nicht im geringsten," sagte Bertha, indem sie sich festin ihre Kleidung hüllte, und mit einer Leichtigkeit auf dasPferd sprang wie der Hänfling auf einen Rosenbufch.Undnun, Herr, da mein Geschäft keinen Aufschub leidet, werdeich Euch verbunden sein, wenn Ihr mich augenblicklich zumZelt des Herzogs Gottfried von Bouillon bringt."

Bertha hatte sich dadurch, daß sie das höfliche Anerbietendes jungen Apuliers angenommen hatte, unbedachtsam vondem alten Waräger getrennt; doch die Absichten des Jüng-lings waren ehrenhaft, und er führte sie an den Zellen undHütten vorüber zu dem Zelt des berühmten Oberanführersdes Kreuzheers.

Hier," sagte er,warte ein wenig unter dem Schutzmeiner Begleiter," (denn ein paar Pagen waren ihnen gefolgt,