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von Ränken und Verrat!) verwickelte, in dem er das Lebenseines Schwiegervaters bedrohte?"
„Tochter! Tochter! Tochter!" sagte die Kaiserin; „Tochtereiner Wölfin, willst du wohl deinen Vater zu einer Zeit an-greifen, wo er alle Mühe hat, sein Leben zu vertheidigen!"
„Schweigt, ich bitte euch beide darum, mit eurem sinn-losen Geschrei," antwortete Alexius, „und laßt mich um meinLeben kämpfen, ohne mich durch eure Thorheit zu stören.Gott weiß es, ob ich ein Mann bin, der Jemanden zu einemnur scheinbaren, geschweige zu einem wirklichen Unrecht er-muthigt."
Er sprach diese Worte, indem er sich mit einem schwerenSeufzer bekreuzte. Sein Weib Irene, die sich unterdessen vorihn hingestellt hatte, sagte nun mit einer Bitterkeit, wie sienur lang verhaltener ehelicher Haß erzeugen konnte, zu ihm:„Alexius, bringe diese Sache, wie du willst, zu Ende; du hastals Heuchler gelebt, und wirst auch als solcher sterben." Alssie dies mit edler Entrüstung gesagt hatte, verließ sie dasGemach, indem sie ihre Tochter mit sich führte.
Der Kaiser sah ihr etwas verlegen nach. Bald faßte ersich jedoch wieder, und sagte mit dem Ausdruck beleidigterWürde zu Hereward: „Ach! mein bester Edward (denndieser Name saß wie eingewurzelt in dem Gedachtniß desKaisers statt des weniger wohlklingenden Hereward) „du stehst,wie es selbst dem Größesten geht, und wie in schwierigenAugenblicken der Kaiser gleich dem geringsten Bürger vonConstantinopel Unannehmlichkeiten ausgesetzt ist; indessen meinZutrauen gegen dich ist so groß, Edward, daß ich es gernesähe, wenn Lu glaubtest, daß meine Tochter Anna Comnenanicht Len Charakter ihrer Mutter, sondern eher den »reinigenhat, da sie, wie du siehst, gewissenhaft das Eheband achtet.