Druckschrift 
47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
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Meine Rache bedarf dieses Kampfes nicht," sagte diePrinzessin;und auch Cure kaiserliche Ehre will, daß die Grä-fin geschützt werde."

Das ist nicht meine Sache," sagte der Kaiser.Sie istmit ibrem Gemahl uneingeladen hierher gekommen. Er hatsich unverschämt in meiner Gegenwart benommen, und ver-dient die Folgen, welche sein tolles Abentheuer für ihn undsein Weib haben mag. Wahrhaftig, ich wollte nicht viel mehr,als ihm mit den Thieren, die sie in ihrer Unwissenheit fürbezaubert halten, Schrecken einjagen, und sein Weib durchdie Leidenschaftlichkeit eines griechischen Liebhabers ein wenigbeunruhigen, und hierbei sollte meine Rache stehen bleiben.Doch ich kann jetzt das Weib unter meinen Schutz nehmen,da die kleine Rache genommen ist."

Es war eine schlechte Rache," sagte die Kaiserin,daßein Mann in deinen Jahren und mit einem Weib, das einigeAchtung fordern kann, sich dazu hergab, einen so schönenMann wie den Grafen Robert und seine Amazone zu beun-ruhigen."

Erlaube," sagte der Kaiser,das letztere habe ich mei-nem Schwiegersöhne, dem Cäsar, überlassen."

Doch kaum hatte der arme Kaiser eine Schleuse verstopft,als er gerade dadurch eine andere, gefährlichere öffnete.Destogrößere Schande für Eure kaiserliche Weisheit!" rief diePrinzessin Anna Comnena aus;cs ist eine Schande, daßIhr bei Eurer Weisheit und Eurem Bart Euch damit abgcbt,durch solche ungeziemende Possen das häusliche Glück Eurereigenen Tochter zu stören! Wer kann sagen, daß der CäsarNicephorus Briennius je nach einem fremden Weibe schielte,bis der Kaiser ihn dazu aufforderte, und ihn in ein Gewebe