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einen Stellvertreter im Kampfe für sie zu finden, da alleKreuzfahrer nach Asien übergesetzt worden sind, und dort,wie es heißt, bereits das Schwert gezogen haben, und da esnach den Befehlen des Kaisers keinem von ihnen gestattetwird, nach dem diesseitigen Ufer zurückzukehren."
„Ach! ach!" sagte Bertha, „wie ändert sich doch die Welt!Der Sohn Waltheoffs war einst tapfer, hülfreich, kühn undedelmüthig. So stellte ich mir ihn vor während der Tren-nung. Ich habe ihn wiedergefunden, und er ist bedächtig,kalt und selbstsüchtig!"
„Still, Mädchen," sagte der Waräger, „und lerne den,von dem du sprichst, kennen, ehe du ihn beurtheilst. DieGräfin von Paris ist so, wie ich es gesagt habe, doch laßsie kühn in den Schranken erscheinen, und wenn die Trompetezum drittenmal tönt, soll eine andere antworten, die die An-kunft ihres Gemahls verkündigt, um an ihrer Stelle zu käm-pfen, oder im Fall er nicht erscheinen könnte — will ich ihrihre Güte gegen dich vergelten und seine Stelle vertreten."
„Willst du? willst du das gewiß?" sagte das Mädchen;„das gleicht dem Sohne Waltheoffs! Ich will heim, undmeine Herrin tröste»; wenn Gott je den Ausgang einesKampfes gelenkt hat, so wird er es hier thun. Doch duließest mich merken, daß der Graf hier ist — daß er inFreiheit ist — sie wird darüber mehr wissen wollen."
„Es genüge ihr zu wissen," versetzte Hereward, „daß sichihr Gemahl in den Händen eines Freundes befindet, der ihnvor seinen eignen Ausschweifungen und Thorheiten bewahrenwird, und der, wenn er auch eigentlich nicht Freund genanntwerden kann, jedenfalls wenigstens nicht als Feind gegen ihngehandelt hat und handeln wird. — Und nun lebe wohl, dulang entbehrte — stets geliebte!"-Ehe er weiter reden