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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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winkte der sächsischen Matrone fortzufahren. Sie sagte also:Die heutigen Sachsen theuerste Herrin, sind weder Heidennoch Ketzer; sie gehorchen in Hinsicht der Feier des Osterfestesund in allen anderen streitigen Lehren unbedingt dem römi-schen Papst, und Las weiß unser guter Bischof wohl, weil ereinige Hausbediente tadelte, die mich eine alte Heidin nann-ten. Aber unsere Namen klingen seltsam im Ohr der Fran-ken, und haben vielleicht einen heidnischen Klang. Wennman davon abstehen will, meine Tochter einer neuen Taufezu unterwerfen, so wird sie ihren sächsischen Namen Bertha,so lange sie Eure Dienerin bleiben wird, beiseitsetzen. Da-durch wird ein Zwist beseitigt, der gewiß nicht wichtig genugist, daß er den Frieden des Schlosses stören sollte. Ich ver-spreche, daß meine Tochter zum Dank für die Nachsicht, dieman mit ihrem kindischen Bedenken hatte, wo möglich einendoppelten Eifer im Dienst gegen ihre junge Herrin zeigenwird."

Die Gräfin von Aspramvnte ergriff dies Auskunftsmittelmit Freuden, um sich, ohne ihrer Wurde viel zu vergeben,aus der Verlegenheit zu ziehen.Wenn der gute Herr Bi-schof diesen Ausweg billige," sagte sie,so würde sie nichtsdagegen haben." Wirklich gab der Prälat seine Billigung,um so leichter, als er gekört hatte, daß die junge Erbin die-sen Vergleich begierig wünsche. Der Friede des Schlossesward wieder hergestellt, und Bertha erkannte den NamenAgatha als Dienstnamen, aber nicht als Taufnamen an.

Der Streit hatte gewiß eine Folge gehabt: er verstärktedie Liebe Bertha's zu ihrer jungen Herrin. Sie bestrebte sich,ihr in allem zu dienen, wie sie es haben wollte, und schmei-chelte ihr darum auch in ihrem Hang zum Ritterthume, dersie in den damaligen Zeiten seltsam erscheinen ließ, und ihr