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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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wurden Taugenichtse genannt, was ein so großer Schimpfwar, daß mehre sich lieber tödteten, als daß sie ihn hättenertragen wollen. Doch gab es nur wenige Uebertreter diesesGesetzes unter Leuten, die in Mäßigkeit und Enthaltsamkeitauferzogen waren; und so kam es, daß das Weib, welches somanches Jahr wie ei» heiliger Gegenstand verehrt wordenwar. wenn es endlich als Familienmutter in ein näberes Ver-hältnis zu dem Mann trat, besser behandelt wurde als dasbloße Idol des Augenblicks, und, indem es diese Achtung nachWerth schätzte, durch seine Handlungsweise sich dieselbe zu er-halten strebte.

Nach dem Abentheuer auf der Eberjagd wurde die Ver-bindung Herewards und Bertha's von den Aeltern und demganzen Stamm derselben als von dem Himmel verfügt be-trachtet, und die Liebenden wurde» aufgemuntert, sich so vielals möglich einander zu nähern. Die Jünglinge vermiedenes, Bertha zum Tau; aufzufordern, und die Mädchen gabensich keine Mühe, Hereward an ihrer Seite zu behalten, wennBertha beim Feste zugegen war. Sie gaben sich die Handdurch den durchbohrten Stein, den man den Altar Odinsnannte, obwohl ihn spätere Zeiten den Druiden zuschrieben,und sie wünschten sich einander, Laß, wenn sie die Treue brä-chen. ihr Verbrechen gerächt werden möchte durch die zwölfSchwerter, welche eben so viele hernmstehende Jünglinge ge-zogen hatten, und daß ihr Unglück so vielfältig sein möchte,daß zwölf Mädchen, die mit aufgelös'tem Haar um sie herstanden, es weder in Prosa noch in Versen zu erzählen ver-möchten.

Einige Jahre hindurch leuchtete ihnen die Fackel des säch-sischen Cupido immer in demselben Glanz. Endlich kam dieZeit, wo sie durch Unglück geprüft werden sollten, wiewohl sieGraf Robert il- 12