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„Nein, nein," rief sie ans, den Arm ihres wiedergefun-denen Liebhabers erfassend. „Kenne ich dich denn jetzt nicht?"
„Und kennst dn mich erst jetzt, Bertha?" sagte Hcreward.
„Zuerst zweifelte ich," sagte sie, die Angen niekerschlagend;„aber diese Narbe von dem Zahn des Ebers gibt mir Ge-wißheit. "
Hereward wollte, daß sich ihr Gemnth erst völlig beru-higen möchie, ehe er von der Gegenwart sprach, die für beideso zweifelhaft und drohend war. Er ließ sie darum alle Um-stände jener Eberjagd wiederholen, welcher die Sippschaftenihrer beiderseitigen Väter beigewohnt hatten. Sie erzähltein abgebrochenen Worten von dem ü'feilregen, womit Alt undJung, Mann und Weib den Eber überschüttete, und wie ihreigenes wohlgelenkle aber schwache Geschoß das Thier scharfverwundete; sie vergaß nickt, wie der Eber, vor Schmerz wü-thend, auf sie lossprang, ihren Zelter tvdt zu Boden streckte,und sie selbst getödtet haben würde, wenn nickt Hercward,dessen Pferd sich dem Ungeheuer durchaus nicht hatte nähernwollen, herbeigesprungen wäre, und sich zwischen den Eberund Bertha geworfen hätte. Der Kampf wurde nickt ohneverzweifelte Anstrengung entschieden; der Eber ward getödtet,aber Hereward erhielt dis tiefe Wunde an der Stirn, die ihmnun die Gerettete ins Gedäcktniß zurückrief. „Ach!" sagtesie, „was sind wir uns einander seit jenem Augenblick gewe-sen! und was sind wir uns nun in diesem fremden Land!"
„Antworte für dich, meine Bertha, wen» dn kannst," sagteder Waräger; „und wenn Lu mit Wahrheit sagen kannst, daßdu die nämliche Bertha bist, die Hereward Treue gelobte,dann glaube mir, es wäre Sünde, anzunehmen, Laß uns dieHeiligen hier zusammengebracht hätten, um uns später vonneuem zu trennen."